Hüftschild – Hipshield

 

Reduzierung der Gefahr von Hüftfrakturen bei älteren Menschen

"Diese Studie belegt eindeutig, dass Hüftschilder sicher in der

Handhabung sind und sich dem Körper auf eine Weise anpassen,

die bei Konkurrenzprodukten nicht vorkommt."

 

 

Ergebnisse der Studie

 

Ergebnisse der Hipshield-Studie

Sylvie Hampton MA BSc (Hons) DpSN RGN

Tissue Viability Consultant

Dental Practice Board

Compton place Road

Eastbourne

Juli 2005

 

Seite Inhalt

3 Zusammenfassung

4 Einführung

6 Methoden

8 Die Ergebnisse

9 Deskriptive Statistik

9 Compliancedaten

10 Verteilung der Scores

17 Diskussion

19 Stürze

20 Schlussfolgerung

21 Literaturhinweise

 

Eine Studie der Compliance und des Komforts beim Tragen von

Hipshield

Zusammenfassung

Hüftfrakturen sind für beträchtliche Kosten verantwortlich – ungefähr £ 12.000 je Fraktur, also

mehr als £ 720 Millionen im Jahr für den NHS1.

Es ist bekannt, dass Hüftschützer diese Frakturen verhindern, und dies könnte im Rahmen des

Health Service zu bedeutenden Einsparungen führen, wenn sie Tag und Nacht getragen würden.

Üblicherweise verwendete Hüftschützer sind harte Schalen, die für unbequem gehalten werden

und potenziell zu Gewebeschäden führen können.

Eine neue Art eines Hüftschützers, Hipshield, soll auf seinen Tragekomfort und darauf getestet

werden, ob sichergestellt ist, dass den Geweben kein Druckschaden zugefügt wird, wenn er wie

verordnet getragen wird. In dieser Studie wurden 72 Insassen von 11 Pflegeheimen im Süden

untersucht.

Der Hipshield ist weicher zu tragen als andere, schalenähnliche Hüftschützer, und dies hat im

Vergleich zu anderen Versuchen, in denen die Rate der Non-Compliance 30 % beträgt, zu einer

Inzidenz der Non-Compliance von 4 % geführt.

Druckgeschwüre haben sich nicht als ein Problem erwiesen; die Inzidenz betrug 1 Insasse von 72

Insassen, bei dem ein Druckgeschwür erkannt wurde, das möglicherweise mit dem Hipshield in

Verbindung gebracht werden könnte.

Während des Zeitraums von sechs Monaten ist es zu keinen Frakturen gekommen, obwohl die

Sturzrate unter den Insassen 36 % betrug. 29 % von diesen sind in der Nacht gestürzt; dies

beweist die Notwendigkeit, Hüftschützer nachts zu tragen.

Dieser Bericht umreißt die Ergebnisse dieses Versuches.

1 NHS = National Health Service = britischer Gesundheitsdienst

 

Einführung:

Frakturen der Hüfte hängen mit Stürzen und der Körperhaltung beim Sturz zusammen. Close et

al. (1999) definieren einen Sturz folgendermaßen: „Mit oder ohne Bewusstseinsverlust

unvermutet und in anderer Weise als infolge des plötzlichen Einsetzens einer Paralyse, eines

epileptischen Anfalls, eines übermäßigen Alkoholkonsums oder einer überwältigenden äußeren

Kraft auf dem Boden oder einer anderen Fläche zu liegen kommen.“ Bei älteren Menschen

können Stürze mit einer Krankheit (wie zum Beispiel Parkinson) oder einer allgemeinen

Unsicherheit aufgrund des Alterungsprozesses zusammenhängen. Was auch immer der Grund für

den Sturz ist, ältere Menschen sind der Gefahr von Frakturen des Femurs insbesondere dann

ausgesetzt, wenn eine Osteoporose vorliegt, und dies macht Hüftfrakturen zu einer bedeutenden

Ursache von Morbidität und Mortalität bei älteren Menschen, denn etwa 20 % der Insassen

sterben innerhalb von sechs Monaten nach der Fraktur. Es wird geschätzt, dass die Anzahl der

Hüftfrakturen bis zum Jahr 2050 von 1,66 Millionen auf 6,26 Millionen im Jahr steigen wird

(Cooper et al. 1992).

Es gibt eine umfangreiche Literatur, die darauf hinweist, dass der Einsatz von Hüftschützern ein

wirksames Mittel ist, um die Kräfte, die nach einem Sturz auf den Femur und den Trochanter

major übertragen werden, herabzusetzen (Robinovitch et al. 1995; Parkkari et al. 1995; Parkkari

et al. 1994). Theoretisch können mehr als 90 % aller Hüftfrakturen verhindert werden, und ein

wesentlicher Rückgang der Rate von Hüftfrakturen ist erreichbar, wenn systematische

Maßnahmenprogramme unter den Insassen von Pflegeheimen in die Wege geleitet werden

(Lauritzen 1996). Hüftfrakturen sind für beträchtliche Kosten verantwortlich – ungefähr £ 12.000

je Fraktur; davon machen die nicht akuten Krankenhauskosten den größeren Teil aus. Mit

jährlich um die 60.000 solcher Frakturen in Großbritannien belaufen sich die Gesamtkosten auf

mehr als £ 700 Millionen im Jahr.

Ein häufiges Problem, das mit der Verwendung der alten Hüftschützer zusammenhängt, ist die

Compliance von Patienten, ihre Bereitschaft zur Mitwirkung (Hayes and Myers 1997). Die Ziele

dieser Studie bestanden darin zu erfahren, ob Patienten eher dazu bereit wären, Hüftschützer zu

tragen, wenn sie aus einem weicheren Material bestünden als gewöhnlich verwendete

Hüftschützer.

 

Die Literatur empfiehlt, dass Hüftschützer ständig getragen werden sollten, wenn bei einem

Menschen die Gefahr eines Sturzes besteht. Bei älteren Menschen erfordert die Verwendung

solcher Vorrichtungen sowohl am Tag als auch in der Nacht ein starkes Engagement nicht nur

von ihnen selbst, sondern auch vom Pflegepersonal. Die Literatur weist darauf hin, dass die

Folgsamkeit/Compliance beim Tragen der Hüftschützer immer noch ein Problem darstellt (Cryer

et al. 2002; Warnke et al. 2004; Villar et al. 1999). Abgeschlossene Versuche und die Erfahrung

zeigen im Allgemeinen, dass die Akzeptanz der Benutzer von Hüftschützern wegen ihrer

Unbequemlichkeit und aus praktischen Gründen nach wie vor ein Problem darstellt. Die

Compliance (vielleicht besser als „Folgsamkeit“ bezeichnet) bei der Verwendung in der

Gemeinschaft liegt im Allgemeinen um die 30 bis 40 %; dies weist auf das Potenzial hin, auf drei

Wegen bessere Ergebnisse zu erzielen: bessere Produktgestaltung, bessere Benutzermotivation

und bessere Implementierung. Gewiss prüft das National Institute for Clinical Excellence

(N.I.C.E. (http://www.nice.org.uk/page.aspx?o=102571) die Möglichkeiten für Empfehlungen

und Richtlinien zur Verwendung von Hüftschützern.

Es sind eine Reihe von Hüftschützern erhältlich, die sich grob in zwei Kategorien einteilen

lassen. Die erste Gruppe umfasst Polster, die den Bereich der Hüfte mit einem

energieabsorbierenden Material schützen, und bei dem zweiten Typ handelt es sich um einen

halbstarren Hüftschützer aus Kunststoff, um Kraft vom Trochanter in die Weichteile des

Oberschenkels umzuleiten. Beide Vorrichtungsarten führen zu einem Energieabbau in einem

gewissen Umfang; es ist jedoch etwas strittig, um wie viel die Energie reduziert werden muss, um

eine Fraktur zu verhindern (Parkkari et al. 1995).

Eine einfache mechanische Analyse zeigt, dass die größte Kraft, die bei einem Sturz ohne

Hüftschutz auf die Hüfte einwirkt, annähernd das Dreifache des Körpergewichtes beträgt, und sie

kann durch die Verwendung eines Hüftschützers, der aus normalen Materialien besteht, anhand

von Mechanismen, welche die Aufprallenergie abführen und absorbieren, um etwa ein Drittel

herabgesetzt werden. Ungewöhnliche Materialien, die sich – wie zum Beispiel mit Flüssigkeit

gefüllte Schaumstoffe – nicht linear verhalten, bieten möglicherweise einen besseren Schutz bei

geringerer Masse und höherer Flexibilität, was zu einer bessere Akzeptanz durch die Benutzer

führt.

 

Zu den Hauptgründen, die für eine schlechte Compliance genannt werden, gehören die

folgenden: mangelnde Akzeptanz, mangelnde Wahrnehmung der Notwendigkeit seitens des

Benutzers, mangelndes Vertrauen in das Produkt, mangelndes Verständnis und mangelnde

Unterstützung seitens des Pflegepersonals. Außerdem wurden das Aussehen, der Komfort, die

Passgenauigkeit und die Leichtigkeit der Verwendung als Gründe für eine Non-Compliance

angegeben (Parkkari et al. 1998).

Es gibt auch gewisse Beweise, die darauf hindeuten, dass der KPH-Hüftschützer nachteilige

Wirkungen einschließlich einer Hautreizung oder –abrasion hervorruft (Kannus 2000). Bis heute

gibt es keine anderen Studien, in denen Hautstörungen infolge der Verwendung von

Hüftschützern gemeldet wurden.

Die Firma Hipshield Limited hat kürzlich einen neuen Hüftschützer entwickelt, der darauf

abzielt, einige dieser Probleme anzusprechen. Die Hüftschützer (Hipshields) sind attraktiver als

andere am Markt erhältliche Modelle; sie sind weniger voluminös, leichter und dünner,

absorbieren aber beim Aufprall immer noch einen hohen Druck.

Die Ziele dieser Studie:

die Wirkung eines vierundzwanzigstündigen Tragens des Hipshields auf die

Unversehrtheit der Haut zu untersuchen,

die Compliance der Benutzer zu messen,

den Komfort der Benutzer zu messen,

einen Vergleich von Stürzen und Verletzungen zwischen den vorherigen sechs Monaten –

vor dem Tragen des Hipshields – und den sechs Monaten, in denen Hipshields getragen

wurden, anzustellen.

Methoden

1. Erfassung demografischer Daten (Alter, Geschlecht, relevanter medizinischer Status).

2. Kognitiver Status bei Aufnahme in die Studie:

vierstufige Likert-Skala (1 = intakt, 2 = leichte Demenz, 3 = mäßige Demenz, 4 = schwere

Demenz) (Parkkari et al. 1998).

 

3. Untersuchung des Gewebestatus:

fünfstufige Ordinalskala (0 = keine Verfärbung, 1 = Erythem intakter Haut ohne

Weißfärbung, 2 = Hautverlust in Teilstärke mit Beteiligung der Epidermis, der Dermis

oder beider. Das Geschwür ist oberflächlich und präsentiert sich klinisch als Abrasion

oder Blasenbildung. 3 = Hautverlust in voller Stärke einschließlich einer Schädigung oder

Nekrose von subkutanem Gewebe, die sich bis zu der darunterliegenden Fascia, aber nicht

durch diese erstrecken kann. 5 = extensive Zerstörung, Gewebsnekrose oder Schädigung

von Muskel, Knochen oder stützenden Strukturen mit oder ohne Hautverlust in voller

Stärke.

Patienten wurden aus der Studie ausgeschlossen, wenn sie einen Status der Stufe 2

aufwiesen.

4. Waterlow-Score.

5. Komfort, VAS:

10-cm-Skala, 0 = kein Unbehagen – 10 = sehr unbequem.

6. Leichtigkeit der Verwendung:

vierstufige Likert-Skala (1 = sehr leicht, 2 = ziemlich leicht, 3 = nicht sehr leicht, 4 =

schwierig).

7. Determinanten der Compliance (Van Schoor et al. 2003)

einschließlich einer Befragung von Insassen und Personal über Leichtigkeit der

Verwendung, Akzeptanz und Hygiene.

Die Compliance wurde anhand unangemeldeter Besuche gemessen.

8. Lokale Veränderungen der Hauttemperatur in einem Bereich, den der Hüftschützer

bedeckt, mithilfe von auf die Haut aufgelegten Streifenthermometern.

9. Vergleiche werden angestellt zwischen den Ergebnissen dieser Studie und früheren

Studien, die an anderen Hüftschützern durchgeführt wurden; dabei werden Komfort,

Compliance und Druckstellen überprüft.

Vorgehensweise:

Die Studie lief über 6 Monate und wurde in 11 Pflegeheimen durchgeführt, die auf Eastbourne

und Hastings verteilt waren.

Jeder Insasse diente als seine eigene Kontrolle, da Compliance für sich selbst spricht. Wenn er

 

sich weigerte, das Produkt aufgrund von Beschwerden zu verwenden, wurde er aus der Studie

ausgeschlossen.

Jeder Patient wurde zur Größenbestimmung vermessen und erhielt für die Dauer der Studie 2

Paar Hipshields und 2 Paar Unterhosen.

Einschlusskriterien:

Insasse eines Pflegeheims

Jeder mobile Patient, bei dem die Gefahr eines Sturzes besteht

Jeder immobile Patient, bei dem die Gefahr eines Sturzes aufgrund des Versuches zu stehen

besteht

Ausschlusskriterien:

Terminal krank

Bettlägerig und unfähig zu stehen

Verweigerung der Teilnahme

Kognitiv nicht zur Teilnahme in der Lage

Jeder Patient, bei dem sich eine Rötung im Auflagebereich des Hüftschützers entwickelt

Die Studienleiterin hat die nachstehenden Daten wöchentlich erfasst:

Untersuchung des Gewebestatus,

Komfort,

VAS,

Leichtigkeit der Verwendung,

Lokale Hauttemperatur.

Gespräche mit Personal und Insassen über die Akzeptanz des Hüftschützers und die

Compliance bei seiner Verwendung.

Das Pflegepersonal wurde gebeten, die Compliance bei der Verwendung des

Hüftschützers am Tag und in der Nacht zu überwachen und in einem Tagebuch

aufzuzeichnen.

 

Die Ergebnisse

Die Daten wurden von dem Personal erfasst, das die Insassen pflegte, in ein

Datenerfassungsformular eingetragen und wöchentlich der Studienleiterin übermittelt. Die Studie

vertraute darauf, dass das Pflegepersonal daran dachte, dass die Formulare wöchentlich ausgefüllt

werden mussten. Um sicherzustellen, dass dies geschah, übersandte die Studienleiterin jede

Woche die neuen Formulare, damit das Pflegepersonal daran erinnert wurde, dass die Daten

eingetragen werden mussten. Die Studienleiterin hat jedes Heim und jeden Insassen monatlich

besucht, um den Versuch zu überwachen und um sicherzustellen, dass die Datenerfassung korrekt

erfolgte und dass die Insassen damit einverstanden waren, den Versuch fortzusetzen.

Die Daten waren ordinal und rangmäßig eingestuft, und daher wurden keine nichtparametrischen

Analysen eingesetzt. Die statistische Analyse erfolgte durch einen unabhängigen Statistiker.

Deskriptive Statistik:

Alter

Das Durchschnittsalter der Insassen, die an dem Versuch teilnahmen, betrug 86,7 Jahre mit einem

Standardfehler des Mittelwertes von 0,89 und einer Standardabweichung von 7,5. Das niedrigste

Alter betrug 58, das höchste 101 Jahre.

Compliancedaten

Kognitiver Status

72 Insassen wurden auf ihren kognitiven Status untersucht. 20 waren geistig völlig gesund, 28

hatten eine leichte Demenz, 19 hatten eine mäßige Demenz, und 4 hatten eine schwere Demenz.

Dies wurde anhand der vierstufigen Likert-Skala (1 = intakt, 2 = leichte Demenz, 3 = mäßige

Demenz, 4 = schwere Demenz) bewertet (Parkkari et al. 1998).

 

Ergebnisse auf der

Likert-Skala

N = 71

Kognitiver Status Anzahl der Insassen

1 20

2 28

3 19

4 4

Insassen, die nicht in der Lage waren, dem Versuch zuzustimmen, erhielten keine Hipshields,

wenn nicht der nächste Verwandte oder ein geeigneter Vertreter seine Zustimmung erteilt hatten.

Diesen Insassen keine Hipshields zu geben, wäre unethisch gewesen, denn die Unterlagen zeigen,

dass es sicherer ist, sie zu tragen, als sie nicht zu tragen.

Mobilität

8 waren vollständig mobil; 42 waren mit einer gewissen Hilfe mobil; 21 waren mit voller Hilfe

mobil. N = 71

Waterlow-Score

Der durchschnittliche Waterlow-Score betrug 15, obwohl die Scores von 7 bis 23 reichten. Diese

Scores spiegelten die Tatsache wider, dass bei den Insassen die Notwendigkeit eines Schutzes bei

Stürzen bestand, denn diese Scores weisen auf eine gewisse Mobilität hin.

Verteilung der Scores

1. Gewebestatus

Professor Minns (2003) erklärte auf der Wounds UK-Konferenz in Harrogate: „Die Form der

Hüftschützer, ihre Lage und ihre Gestaltung in Bezug auf ihre Funktion sind die Kriterien, um die

klinisch wichtigen Aspekte der Lebensfähigkeit von Gewebe widerzuspiegeln. Einige

Ausführungen können sich als gefährlich im Gebrauch erweisen, wenn man in der Nacht lange

Zeit darauf liegt so dass ein hoher Druck ausgeübt wird, oder sie bieten nur einen mangelhaften

Schutz und führen infolgedessen bei einem Sturz zu einer Gewebeschädigung.“ Der Hipshield ist

speziell so konzipiert, dass er diesen Problemen begegnet, und es war daher ein wichtiger Aspekt

 

dieser Arbeit, jede Hautschädigung zu vermelden, die infolge des 24-stündigen Tragens der

Hipshields auftrat.

Der Bereich einer Druckschädigung betrug 0 bis 2 (0 = keine Schädigung; 2 =

Gewebeschädigung). Sollte es zu einer Schädigung infolge des Hipshields kommen, war das

Pflegepersonal angewiesen, den Insassen aus dem Versuch auszuschließen.

Es wurden Gewebeuntersuchungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass das Tragen des

Hipshields in der Nacht nicht dadurch, dass der Insasse auf dem Hüftschutz lag, eine

Gewebeschädigung hervorrief. Unterschiede im Gewebestatus im Laufe der Zeit wurden anhand

des Kruskall-Wallis-Tests untersucht.

Es gab im Laufe der Zeit keinen Unterschied im Status (H = 10,91, DF = 25, P = 0,993, angepasst

auf Ranggleichheiten). Also verursachten die Hipshields keine Hautschädigung, wenn sie 24

Stunden am Tag getragen wurden. Dies war eine wichtige Erkenntnis, denn das Tragen der

Hipshields am Tag und in der Nacht könnte potenziell „kritische Druckstellen“ hervorrufen, aber

es hat sich erwiesen, dass dies nicht der Fall ist.

5 Insassen hatten vor dem Beginn des Versuches eine Rötung. 1 wurde durch die Studienleiterin

zurückgezogen, da Druckschädigung ein Ausschlusskriterium war. Der zweite Insasse hatte eine

Rötung, die nicht mit der Hüfte zusammenhing, und durfte deshalb fortfahren. Die Rötung der

anderen 3 Insassen verschwand in der ersten Woche, und so durften auch sie den Versuch

fortsetzen. Ihre Rötung trat im Laufe des Zeitraums von 6 Monaten nicht wieder auf.

Bei 1 Insassen entwickelte sich eine leichte Rötung auf der linken Hüfte. Das Pflegepersonal

wollte den Versuch fortsetzen, da bei dem Insassen ein hohes Sturzrisiko bestand, und es

verpflichtete sich dazu, die Rötung genau zu überwachen. Die Rötung blieb bis zum Ende des

sechsmonatigen Versuches bestehen, verschlimmerte sich aber zu keinem Zeitpunkt.

Bei 1 Insassen entwickelte sich ein Druckgeschwür des Grads 2 auf der Hüfte. Das

Pflegepersonal war davon überzeugt, dass es sich um einen „Schweißausschlag“ handelte, aber

die Studienleiterin beschloss, den Versuch abzubrechen. Die Druckschädigung des Grads 2 ging

 

nach dem Abnehmen des Hipshields nicht zurück. Es wurde nicht nachgewiesen, dass der

Hipshield für diese Druckschädigung verantwortlich gewesen war, aber selbst in diesem Falle

würde dies nur eine 1,3 %ige Inzidenz von Druckgeschwüren bedeuten. In Anbetracht dessen,

dass diese Insassen regelmäßig stürzten und keine lebensbedrohende Fraktur erlitten, sollte das

Tragen von Hipshields als von erstrangiger Bedeutung angesehen werden.

2. Komfort (0 = bequem; 10 = sehr unbequem)

Scorebereich 0 bis 10

Der mediane Score betrug 0

Komfort war eine wichtige Frage, denn die Compliance würde davon abhängen, ob sich der

Insasse wohl fühlte. Jeder Insasse wurde zu Beginn des Versuches, in seinem Verlauf und an

seinem Ende über den Komfort befragt. Die Ergebnisse zeigten keine bedeutende Veränderung

der Komfortbewertung im Laufe der sechs Monate des Versuches (die Grafiken für die Woche 1

und die Woche 26 sind wiedergegeben). Daher fanden die Insassen insgesamt, dass die

Hipshields während der sechs Monate des Versuches bequem zu tragen waren.

0 2 4 6 8 10

Median

Mean

0.0 0.5 1.0 1.5 2.0 2.5 3.0

A nderson-Darling Normality Test

V ariance 11.5984

Skewness 1.31217

Kurtosis 0.42655

N 57

Minimum 0.0000

A -Squared

1st Q uartile 0.0000

Median 0.0000

3rd Q uartile 4.0000

Maximum 10.0000

95% C onfidence Interv al for Mean

1.4823

6.52

3.2896

95% C onfidence Interv al for Median

0.0000 2.0000

95% C onfidence Interv al for S tDev

2.8752 4.1779

P-V alue < 0.005

Mean 2.3860

StDev 3.4056

95% Confidence Intervals

Summary for comfort

Zusammenfassung für Komfort

95 %-Vertrauensintervalle

Mittelwert

Median

Anderson-Darling-Prüfzahl

a2-Wert 6,52

P-Wert < 0,005

Mittelwert 2,3860

Standardabweichung 3,4056

Varianz 11,5984

Schiefheitsmaß 1,31217

Wölbung 0,42655

N 57

Minimum 0,0000

1. Quartil 0,0000

Median 0,0000

3. Quartil 4,0000

Maximum 10,0000

95 %-Vertrauensintervall für Mittelwert

1,4823 3,2896

95 %-Vertrauensintervall für Median

0,0000 2,0000

95 %-Vertrauensintervall für

Standardabweichung

2,8752 4,1779

 

0 2 4 6 8 10

Median

Mean

0.0 0.5 1.0 1.5 2.0 2.5

A nderson-Darling Normality Test

V ariance 5.5873

Skewness 1.95146

Kurtosis 4.75207

N 28

Minimum 0.0000

A -Squared

1st Q uartile 0.0000

Median 0.0000

3rd Q uartile 3.0000

Maximum 10.0000

95% C onfidence Interv al for Mean

0.6549

2.93

2.4880

95% C onfidence Interv al for Median

0.0000 2.5517

95% C onfidence Interv al for S tDev

1.8688 3.2174

P-V alue < 0.005

Mean 1.5714

StDev 2.3637

95% Confidence Intervals

Summary for comfort 26

3. Gewichtskomfort

Scorebereich 0 bis 10 (0 = bequem; 10 = sehr unbequem)

Medianer Score 0

Die Wirkung des Gewichtskomforts im Laufe der Zeit wurde untersucht. Es wurde nicht

festgestellt, dass sich der Gewichtskomfort im Laufe der Zeit signifikant geändert hätte (Kruskall

Wallis, H = 9,64; df = 25; p = 0,998, angepasst auf Ranggleichheiten). Daher fühlten sich die

Insassen insgesamt mit den Hipshields wohl und fanden nicht, dass sie schwierig zu tragen

wären.

4. Leichtigkeit der Verwendung im Laufe der Zeit

Scorebereich 1 bis 4 (1 = leicht zu verwenden; 4 = sehr schwierig zu verwenden)

Medianer Score 2

Die Leichtigkeit der Verwendung und die Compliance stehen ebenfalls in Zusammenhang. Wenn

der Insasse und/oder das Pflegepersonal fanden, dass die Hipshields schwierig anzulegen und zu

verwenden waren, wäre eine Compliance unwahrscheinlich. Die Ergebnisse zeigten keine

Zusammenfassung für Komfort 26

95 %-Vertrauensintervalle

Mittelwert

Median

Anderson-Darling-Prüfzahl

a2-Wert 2,93

P-Wert < 0,005

Mittelwert 1,5714

Standardabweichung 2,3637

Varianz 5,5873

Schiefheitsmaß 1,95146

Wölbung 4,75207

N 28

Minimum 0,0000

1. Quartil 0,0000

Median 0,0000

3. Quartil 30000

Maximum 10,0000

95 %-Vertrauensintervall für Mittelwert

0,6549 2,4880

95 %-Vertrauensintervall für Median

0,0000 2,5517

95 %-Vertrauensintervall für

Standardabweichung

1,8688 3,2174

 

signifikante Veränderung der Leichtigkeit der Verwendung im Laufe der Zeit (Kruskall Wallis, H

= 25,45, df = 25, p = 0,437, angepasst auf Ranggleichheiten). Daher fanden die Insassen und das

Pflegepersonal insgesamt nicht, dass die Hipshields schwierig zu verwenden wären, und die

Bewertung mit 2 (weder schwierig noch leicht zu verwenden) sollte wahrscheinlich eher mit dem

Mobilitätsstatus der Insassen als mit dem Hipshield zusammenhängen.

Die Grafik zeigt die Leichtigkeit der Verwendung in der Woche 1.

ease of use

Frequency

1 2 3 4

40

30

20

10

0

Mean 1.877

StDev 0.5997

N 57

Histogram (with Normal Curve) of ease of use

Staffelbild (mit Normalkurve) der Leichtigkeit der Verwendung

Leichtigkeit der Verwendung

Frequenz

Mittelwert 1,877

Stand.abw. 997

N 57

 

Die Grafik zeigt die Leichtigkeit der Verwendung in der Woche 26.

ease of use 26

Frequency

0 1 2 3

20

15

10

5

0

Mean 1.964

StDev 0.6929

N 28

Histogram (with Normal Curve) of ease of use 26

5. Abnutzung des Hipshields

Scorebereich 1 bis 4 (1 = keine Abnutzung; 4 = extensive Abnutzung)

Medianer Score 1,1

Die Hipshields und die Unterhosen mussten nach jedem Tragen gewaschen werden, und dies

wirkte sich im Laufe des Zeitraums von sechs Monaten auf den Zustand von Hipshields und

Unterhosen aus. Es gab im Laufe der Zeit keine signifikante Veränderung der Abnutzung der

Hipshields (Kruskall Wallis, H = 6,48; df = 25; p < 0,999, angepasst auf Ranggleichheiten).

Eine Oberschwester berichtete von starker Abnutzung, während alle anderen Heime nur eine

normale Abnutzung meldeten. Da es nur einen Fall gab, könnte dies mit dem Waschverfahren

zusammenhängen.

Alle Heime waren der Meinung, das 2 Paar Unterhosen und Hipshields nicht genug und dass 3

bis 4 Paar realistischer gewesen wären.

Staffelbild (mit Normalkurve) der Leichtigkeit der Verwendung 26

Leichtigkeit der Verwendung 26

Frequenz

Mittelwert 1,964

Stand.abw. 0,6929

N 28

 

6. Abnutzung von Bettwäsche

Scorebereich 1 bis 4 (1 = keine Abnutzung; 4 = extreme Abnutzung)

Medianer Score 1,4

Es gab aufgrund des Hipshields keine signifikante Abnutzung der Bettwäsche (Kruskall Wallis,

H = 15,76; df = 25; p = 0,922).

7. Veränderung der Hauttemperatur

Dies sind Intervalldaten, die mithilfe parametrischer Tests analysiert wurden.

Es gibt keine signifikante Veränderung der Temperatur im Laufe der Zeit (ANOVA, F = 0,76;

df = 25; p = 0,78)

8. Compliance

Es gab einige Probleme mit der Compliance, denn 6 Insassen wurden aus den folgenden Gründen

aus dem Versuch ausgeschlossen:

1 entwickelte einen Hautausschlag

1 legte die Polster immer wieder ab

1 war nicht in der Lage, die Anweisungen zu verstehen

1 hatte vor dem Versuch ein Druckgeschwür

2 Patienten verstarben im Laufe der Studie.

Es gab 38 (4 %) Fälle einer Non-Compliance aus 1054 Datenformularen.

2 Pflegeheime wiesen überhaupt keine Compliance auf und wurden aus dem Datenbestand

gelöscht.

2 Pflegeheime waren nachlässig mit dem Übersenden der wöchentlichen Formulare, und es war

erkennbar, dass in diesen Heimen auch die meisten Episoden einer Non-Compliance von Insassen

auftraten. Der Gesamteindruck war daher der, dass eher das Pflegepersonal als die Patienten für

die Non-Compliance verantwortlich war.

 

Diskussion

Es war interessant, diese Studie durchzuführen, und sie vertraute stark darauf, dass die

Oberschwestern von Pflegeheimen die Formulare wöchentlich zurücksandten. In den meisten

Heimen wurde dies ohne Probleme erledigt, und die Oberschwestern sandten die Formulare

prompt zurück. 4 Heime mussten regelmäßig zur Übersendung der ausgefüllten Formulare

gedrängt werden.

Zwei Pflegeheime erklärten sich damit einverstanden, an der Studie teilzunehmen, aber als die

Formulare angefordert wurden, war offenkundig, dass sie nicht zu einer Teilnahme bereit waren.

Auf Nachfrage erklärten beide Heime, ihre Insassen wollten die Hipshields nicht 24 Stunden am

Tag tragen. In allen anderen Heimen waren die Insassen jedoch mit wenigen Ausnahmen mit der

24-Stunden-Regel einverstanden. Es wurde indessen schon frühzeitig in der Studie sehr klar, dass

es nicht die Insassen waren, die ein Problem mit der Compliance hatten, sondern dass es sich

tatsächlich um das Personal der Pflegeheime handelte, das diese Compliance beeinflusste. Wenn

das Pflegepersonal ein Problem mit der Verwendung der Hipshields wahrnahm, hieß es, die

Insassen „wären nicht glücklich“ mit der 24-Stunden-Regel und dem Tragen der Hipshields im

Bett.

Das eine Heim, das sich dazu entschloss, die Teilnahme nicht fortzusetzen, musste die Hipshields

wieder zurückgeben. Das zweite Heim weigerte sich zunächst, den Bestand zurückzugeben

(obwohl er am Ende des Versuches doch zurückgegeben wurde). Dies hatte einen großen

Einfluss auf die Anzahl der Insassen, die für den Versuch zur Verfügung standen, den 100

begonnen hatten; aufgrund des anfänglichen Problems mit diesen beiden Heimen konnten sich

die Ergebnisse aber nur auf 72 Insassen stützen.

Es ist unerlässlich, dass Hipshields von allen Insassen, bei denen die Gefahr eines Sturzes

besteht, sowohl in der Nacht als auch am Tag getragen werden. Das Problem bestand bis heute in

der Härte und Sperrigkeit der auf dem Markt erhältlichen Hüftschützer. Diese neuen Hipshields

sind weich und leicht, und die Hersteller nahmen an, dass sie nicht unbequem zu tragen wären.

Daher wären die Erkenntnisse dieser Studie wichtig für die Vermarktung des Produktes, denn

wenn der Komfort kein Problem darstellte, könnte die Compliance zunehmen. Bei keinem der

 

Insassen, die den Hipshield 24 Stunden am Tag trugen, entwickelte sich ein Druckgeschwür, und

die allgemeine Meinung war, dass die Hipshields bequem zu tragen wären.

Obwohl die Absicht dieser Studie nicht darin bestand, Stürze und das Potenzial zur Verhinderung

einer Femurhalsfraktur zu untersuchen, war dies eine ideale Gelegenheit, dies im Nachhinein zu

prüfen. Daher hat die Studienleiterin am Ende der Studie das Unfallbuch in jedem Pflegeheim

durchgesehen und auf Stürze und Frakturen während der sechs Monate vor der Studie und

während der Studie überprüft. Dies war während der Durchführung der Studie nicht erfolgt, da es

um die Untersuchung von Compliance und nicht von Sturzdaten ging. Es war indessen eine

nützliche Übung mit den folgenden Ergebnissen:

Drei Pflegeheime meldeten keine Stürze.

Es gab im Laufe der sechsmonatigen Studie insgesamt 28 Stürze.

Dies entspricht 36 %, obwohl einige Insassen mehr als einmal stürzten.

8 von den 26 Stürzen (29 %) ereigneten sich in der Nacht (nach 10 Uhr abends), so dass

fast ein Drittel der Stürze in der Nacht passierte, und dies unterstreicht die Notwendigkeit,

Hipshields 24 Stunden am Tag zu tragen.

Es traten im Laufe dieser Zeit mehrere einfache Verletzungen (siehe Tabelle 1), aber keine

Fraktur des Femurhalses auf.

Der einzige Insasse, der eine Fraktur erlitt, war einer, der seine Hipshields abgelegt hatte, stürzte

und sich seinen Femurhals brach. Daher erlitt im Laufe der sechsmonatigen Dauer der Studie

keine der Personen, welche die Hipshields trugen, eine Fraktur des Femurhalses.

Dies war eine einfache Studie, aber sie lieferte einige interessante Daten, die dafür sprechen,

Hipshields 24 Stunden am Tag zu tragen. Diese Hüftschützer verursachen keine

Druckgeschwüre, denn die einzigen Druckgeschwüre, die sich im Laufe der 6 Monate

entwickelten, hingen nicht mit den Hüftschützern zusammen.

Der Studie wäre es zugute gekommen, wenn ein Mitglied des Forschungsteams die Heime

wöchentlich besucht hätte, und sie wäre klarer gewesen, wenn ein Komparator eingesetzt worden

wäre. Ungeachtet dessen hat die Studie den klaren Beweis dafür erbracht, dass Hipshields

gefahrlos getragen werden können und in einer Weise zur Compliance beitragen, wie dies bei

Konkurrenzprodukten nicht zu erkennen ist.

 

Ungefähr 60.000 Menschen werden in England und Wales jährlich wegen einer Fraktur des

Femurhalses behandelt; dies kostet £ 726 Millionen im Jahr (University of York 2000). Die

Bereitstellung einer einfachen Methode, diese Stürze zu verhindern (wie zum Beispiel des

Hipshields), muss als eine kostengünstige Behandlung und für die Zukunft als der positivste Weg

nach vorn angesehen werden.

Tabelle 1

Anzahl

der

Hier finden Sie die passenden Produkte: Hüftschild

Ergebnis Sturz in

der Nacht

3 Pflegeheime meldeten keine Stürze, während Hüftschützer

getragen wurden.

4 Schwerer Sturz, aber keine Verletzung erlitten.

1 Ausgerutscht mit Blutergüssen an einem Bein.

1 Verletzung des linken Schienbeins und linkes Handgelenk

geschwollen.

1 Sturz beim Gang zur Kommode. Keine Blutergüsse oder

Verletzungen.

2 Sturz – keine Verletzung.

1 Blutung am Kopf an der Stelle einer früheren Verletzung.

1 Abschürfungen am rechten Knie und Bluterguss auf der Stirn.

1 Sturz ohne Verletzung.

1 Sturz aus dem Bett. Auf dem Boden neben dem Bett sitzend

vorgefunden – keine Verletzung.

1 Sturz beim Gehen im Zimmer – keine Verletzungen, keine

Beschwerden.

1 Sturz auf den Boden des Badezimmers. Auf ihrer Seite liegend

aufgefunden. Keine offenkundige Knochenverletzung. Blutergüsse

an der Schulter und auf dem Rücken.

1 Sturz auf den Boden im Zimmer. Halb sitzende Stellung. Keine

äußere Verletzung, keine Schmerzen.

1 Auf dem Rücken neben dem Bett aufgefunden. Keine Verletzung

oder neuen Blutergüsse.

1 Im Zimmer auf dem Rücken liegend aufgefunden. Keine

Verletzungen, und bewegt die Extremitäten.

1 Sturz im Badezimmer.

1 Im Zimmer auf dem Rücken liegend aufgefunden.

1 Bei dem Versuch aufzustehen, auf dem Boden neben dem Bett

sitzend aufgefunden.

1 Auf dem Rücken auf dem Boden liegend aufgefunden.

1 Auf dem Boden in der Nähe des Betts aufgefunden.

1 In der Nähe der Tür im Zimmer auf dem Boden (liegend) mit einer

5 cm langen Schnittwunde auf der rechten Seite der Stirn

aufgefunden.

1 In ihrem Zimmer auf dem Boden ohne Bluterguss, Fraktur,

Verletzung oder Blutung aufgefunden.

28 8

 

20

20

Schlussfolgerung

Hipshields sind bequem, leicht zu tragen, führten zu keiner Druckschädigung und verhinderten

bei den älteren Menschen, die sie trugen, Frakturen. Dies war zwar keine statistische Analyse,

aber die bloße Tatsache ist bedeutsam, dass 29 % der Träger stürzten und keiner von ihnen eine

Fraktur des Femurhalses erlitt.

Hipshields sind nicht teuer, einfach zu verwenden, verursachen keine Druckschädigung und

ergeben eine bessere Compliance als Konkurrenzprodukte. Daher sind Hipshields eine

kostengünstige Methode, Frakturen des Femurhalses zu verhindern, und müssen für die

zukünftige Pflege älterer Menschen, bei denen die Gefahr von Stürzen besteht, berücksichtigt

werden.

 

Literaturhinweise:

Close, J., Ellis, M., Hooper, R., Glucksman, E., Jackson, S., Swift, C. et al.: Prevention of falls in

the elderly trial (PROFET): a randomised controlled trial. Lancet 1999; 353:93-7

Cooper, C. et al. (1992): Hip fractures in rhe elderly: a worldwide projection. Osteoporosis

International; 2, 6. 285-289

Cryer, C., Knox, A., Martin, D., Barlow, J. (2002): Hip protector compliance among older people

living in residential care homes. Inj Prev 8, 202-206

Hayes, W.C., Myers, E.R. (1997): Biomechanical considerations of hip and spine fractures in

osteoporotic bone. Instr Course Lect.; 46:431-8

Kannus, P., Parkkari, J., Niemi, S., Pasanen, M., Palvanen, M., Jarvinen, M., Vuori, I. (2000):

Prevention of Hip Fracture in Elderly People with Use of a Hip Protector. The New England J. of

Med. 343, 1506-1513

Kannus, P., Parkkari, J., Niemi, S. (1995): Age-adjusted incidence of hip fractures. Lancet. Jul 1;

346(8966):50-1

Lauritzen, J.B. (1996): Prevention with hip protectors. Biomechanical aspects in falls and hip

fractures. Nord Med. Dec; 111(10):340-3

Minns, J. (2003): The tissue viability aspects of wearing hip protectors. Wounds UK Conference.

Harrogate.

Parkkari, J., Kannus, P., Heikkila, J., Poutala, J., Sielanenm H., Vuori, I. (1995): Energy shunting

external hip protector attenuates the peak femoral impact force below the theoretical fracture

threshold: an invitro biomechanical study under falling conditions of the elderly. J Bone Miner

Res 10, 1437-1442

Parkkari, J., Kannus, P., Poutala, J., Vuori, I. (1994): Force attenuation properties of various

trochanteric padding materials under typical falling conditions of the elderly. J Bone Miner Res

9, 1391-6

Parkkari, J., Heikkila, J., Kannus, P. (1998): Acceptability and compliance with wearing energyshunting

protectors. Age and Ageing 27, 225-229

Robinovitch, S.N., McMahon, T.A., Hayes, W.C. (1995): Energy shunting hip padding system

improves femoral impact force attenuation in a simulated fall. J Biomech Eng 117, 409-13

Van Schoor, N.M., Asma, G., Smit, J.H. (2003): The Amsterdam Hip Protector Study:

Compliance and determinants of compliance. Osteoporos Int 14, 4, 353-9

Villar, M., Hill, P., Inskip, H., Thompson, P., Cooper, C. (1999): Will elderly rest home residents

wear hip protectors? Age and Ageing 27, 195-198

Warnke, A., Bender, R., Muhlhauser, I. (2004): Predictors of adherence to the use of hip

protectors in nursing home residents. J of Am Ger Soc 52, 3, 340